Es stellte sich mir unlängst die Frage auf welchen Cloud Storage Anbieter ich umsteigen möchte. Bisher sind es OneDrive von Microsoft und Dropbox (seit sehr sehr sehr langer Zeit)
Durch den Blog von Axel unter https://www.pandolin.io/ kam ich ein wenig auf das völlig überladene Wort Souveränität – bei mir ist es eher Forscherdrang. Aber wie ging es mit dem Thema Storage bei mir los? Die lokale Diskette (Anfang) oder Festplatte (heute SSD) reichte schnell nicht mehr aus.
Kapitel 1 – der 3Com 3Server
Lokale Festplatten gab es schon für meinen Commodore Amiga oder Atari ST (ja, ich bin so alt), aber die ersten geschäftlichen Daten hatte ich in einem frühen Job bei einem Netzwerk Ausrüster in München Schwabing. Dort hatten wir alle Daten auf einem 3Com 3Server gelagert. 3+Open von 3Com als Betriebssystem und eine 10MBit Ethernet Verkabelung auf Basis von RG58 Coax Kabel.
Das Titelbild von dem 3Server habe ich nach längerer (nicht KI gestützter Suche) hier gefunden:
https://www.bcsatellite.net/blog/pats-memoirs-design-time/
Gab damals eine Zertifizierung zum 3Com 3+ Wizard, bin heute noch traurig den Pin verloren zu haben.
Kapitel 2 – Novell NetWare
Im heimischen Hobbyraum wuchs in den 80er Jahren die Anforderung nach Speicherplatz weiter.
Ein Ausflug in die KI von Google dazu: „Novell NetWare is
a discontinued, proprietary network operating system (NOS) developed by Novell, Inc., widely popular in the 1980s and 90s for its reliable file, print, and directory services. Initially using IPX/SPX protocols, it was a dedicated server platform known for high performance and stability before being replaced by Open Enterprise Server“.
Ja, nett formuliert. Meine Worte: Novell war einfach der Wahnsinn, schnell, leicht zu installieren für den der Ahnung hatte und auch teuer. Damals zum Ende der 80er Jahre war die Marge auf Software grossartig und Dienstleistung wurde mit fast 100 DM die Stunde abgerechnet. Das Wissen um Novell Netware war der Grund für meinen ersten richtigen Job bei Computer 2000.
Meine erste Novell Lizenz (Advanced NetWare 86 2.0a) hatte ich in Asien bestellt, war nicht verwundert, dass die ISA Karte für den Kopierschutz handgelötet war. Naja, erste Raubkopie damals gekauft und viel Geld ausgegeben…
Hier der Kopierschutz und auch die Funktionsweise – Klick hier.

Die „Server Hardware“ war in Münchens Schillerstrasse gekauft und selbst assembliert. Das Netzwerkkabel vom Hobbyraum im Keller in mein Zimmer (ja, damals noch bei den Eltern gewohnt) hat Tage zu verlegen gebraucht. Bis dann mal jemand mit richtig Ahnung kam und mir verraten hat, dass es RG58 Kabel auch dünner gab.
In meiner ersten eigenen Wohnung gab es dann in der Abstellkammer mit Belüftung den ersten Serverraum. Da lief alles 24/7 – Stromverbrauch? Keine Ahnung. Kam aus der Steckdose, geliefert von den Stadtwerken München.
Kapitel 3 – Computer 2000
Wir schreiben das Jahr 1991. Mein erster seriöser Job mit kurzem Abstecher im Novell Support – hier war ich an der Quelle. Novell Software und günstige Hardware soweit das Auge reicht.
Das Gehalt wurde in IT Infrastruktur, Party und PKW investiert. Novell zertifizierte den Certified Novell Engineer. Titel Gewonnen.
Mit den 90er Jahren kamen tolle Extras wie redundante Server (ab Netware Version 3.11 – SFT III). Microsoft brachte mit IBM zusammen OS/2, dann NT 3.1 Server als erste Mitbewerber zu Novell – zumindest nach meiner Erinnerung. War alles eine irre Zeit. Storage zuhause wuchs auf Basis von Adaptec Controllern mit MFN oder RLL Festplatten. Alle 5,25″ Grösse. Laut und sicher krass im Stromverbrauch. Später kamen dann kleine 3.5″ Platten mit ATAPI Interface. Kleiner und schneller. SCSI Platten waren dann nötig um meine erste Sparcstation von SUN mit Betriebssystem und Daten zu versorgen.
Ausblick in die Storage Zukunft
Mit dem Internet kamen mitte der 90er auch wirklich coole Technologien. Microsoft kaufte Groove Networks und der Groove Client konnte Dateien automatisch zwischen Geräten und einem zentralen Server synchronisieren. Erste GSM Mobilgeräte mit serieller Schnittstelle konnten Daten mit atemberaubender Geschwindigkeit von 9.600kBit / Sekunde übertragen. Daten waren zeitnah überall verfügbar. Lokaler Storage wurde günstiger und von 20MB ST506 Festplatten mit 5,25″ zu denn 100KB Conner Festplatten war ein langer weg. Heute sind es 1TB in meinem Macbook – und die Daten sind mit externen USB Disks und NAS Geräten auf viele TB gewachsen. Die nächsten Kapitel folgen also.
War übrigens der erste Blog Artikel mit sehr viel Text – werde das nicht einreissen lassen.
Kommentar verfassen