Ein WLAN Test Szenario muss her

Um für wlanxpert.de sinnvoll Accesspoints und ihre Leistungsdaten zu testen macht ein einheitliches WLAN Test Szenario Sinn.

Die Anforderungen

  • einfacher Aufbau
  • schnelle Ergebnisse (Testzeit: max 1h. pro Accesspoint)
  • hohe Vergleichbarkeit/Transparenz

Der Testaufbau

  • Der Accesspoint hängt kopfüber in 2,5m Höhe in einem Raum. Accesspoints/Router mit Tischgehäuse stehen auf einem Regal.
  • Stromversorgung über POE / Netzteil, Verbindung mit einem Mikrotik Router über einen Ubiquiti Switch – LAN Geschwindigkeit 1.000MBit
  • Messgeräte
    • Fluke Aircheck G2
    • Macbook mit Speedtest (derzeit)
    • (Android Tablet)uf

Geplante Erweiterung

„iPerf Appliance“, damit die WLAN Performance „richtig“ gemessen werden kann. Habe da den einen oder anderen Einplatinencomputer im Auge – Anforderung: Gigabit Ethernet Interface.

Der Aufbau

Die Tests unterscheiden sich durch Entfernung und die Anzahl der Hindernisse zwischen dem Accesspoint und dem Messgerät/Mac

Test Beschreibung TEST#
2 Meter Entfernung ohne Hindernis – direkte Sichtverbindung 1
5 Meter Entfernung ohne Hindernis 2
10 Meter Entfernung ohne Hindernis 3
15 Meter Entfernung ohne Hindernis 4
1m Entfernung durch einfache Ziegelwand 5
2m Entfernung durch geschlossene Tür, massive gemauerte Wände 6
5m Entfernung durch geschlossene Tür, massive gemauerte Wände 7
10m Entfernung durch geschlossene Tür, massive gemauerte Wände 8
12m Entfernung durch 2 geschlossene Türen, massive Wand plus eine Glaswand 9

Erfasste Werte

  • WLAN Frequenz
  • RSSI – Received Signal Strength Indication – Empfangsfeldstärke -je höher, je besser. Da der Wert in negativen dBm dargestellt wird ist -30dBm deutlich besser also -40dBm. Der Wert ist auch abhängig von den verwendeten Antennen und der gesamten Technik im Sender und Empfänger, so dass bei einem identischen Accesspoint die Werte von MacBook, Android Tablet und dem NetScout Aircheck G2 immer unterschiedlich sein werden.
  • SNR – Signal Rausch Verhältnis – Maß für die technische Qualität des Nutzsignals, das von einem Rauschsignal überlagert ist. Es ist definiert als das Verhältnis der mittleren Leistung des Nutzsignals zur mittleren Rauschleistung des Störsignals.
    • Noise – was stört sonst noch (Mikrowelle, Funtelefone, Bluetooth) – zeigt der NetScout an.
  • PHYsical Layer und MCS-Index – was würde theoretisch an Geschwindigkeit ankommen – dazu muss ich nochmal was aufschreiben….
  • gemessene Geschwindigkeit mittels Speedtest. Ein sehr relativer Wert. Die bei mir dahoam verwendete Kabeldeutschland/Vodafone Leitung hat theoretisch 200MBit im Downstream.

Ein paar Messwerte

Mal sehen was sich so ableiten lässt.

Der Referenz Accesspoint wird ein Ubiquiti AP, 802.11b/g/n mit 2.4GHz und maximal 300Mbit. Kostenpunkt: ca. 60 EUR.
UAP
Ein paar Messwerte nachfolgend

Ubiquiti AP
Test# Geschwindigkeit (Speedtest)
1 65,85
2 71,39
3 49,82
4 29,56
5 63,96
6 30,10
7 50,10
8 47,93
9 34,58
Mittelwert (MBit)
49,25

Mit einem MCS Index von 15 bei Test 1 sollten bei einer Kanalbandbreite von 20Mhz theoretisch 130MBit möglich sein. 65,85MBit waren es dann im Test. WLAN at its best 🙂

So kommen dann auch bei einem MCS Index von 23 mit 3×3 MIMO (3 Datenströmen (Spacial Streams)) und 160MHz Kanalbandbreite theoretische 1.950MBit als Geschwindigket auf das Datenblatt. Theoretisch halt…..

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